Faden-Lifting (Gesichtsfäden)
Nicht-chirurgisches Verfahren mit resorbierbaren Fäden zur Repositionierung leicht bis mäßig abgesunkenen Gewebes.

- Behandlungsdauer
- 60 Minuten
- Sitzungen
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- Klinik
- Gesichtsästhetik
Was ist ein Faden-Lifting?
Beim Faden-Lifting werden resorbierbare Nahtmaterialien unter die Haut eingebracht, um abgesunkenes Gewebe wieder anzuheben. Die Fäden bestehen aus Polydioxanon (PDO), Poly-L-Milchsäure (PLLA) oder Polycaprolacton (PCL) — Materialien, die auch in der Chirurgie verwendet werden — und werden vom Körper allmählich abgebaut. Das Verfahren ersetzt kein chirurgisches Facelift und bringt bei ausgeprägter Erschlaffung nicht den erwarteten Nutzen.
Fadenarten
Widerhakenfäden fassen das Gewebe und tragen es in die geplante Richtung. Glatte oder gedrehte Fäden werden vor allem eingesetzt, um die Kollagenbildung anzuregen und die Gewebequalität zu verbessern. Welcher Faden mit welchem Vektor genutzt wird, ergibt sich aus der Gesichtsanalyse.
Wie wirkt die Behandlung?
Die Wirkung hat zwei Komponenten. Die erste ist mechanisch: Die Widerhaken greifen das Gewebe und halten es entlang des geplanten Vektors. Die zweite ist biologisch: Die kontrollierte Gewebereaktion um die Fäden regt über Monate die Bildung von Kollagen und Elastin an. Auch nach Resorption des Fadens trägt dieses Stützgewebe noch eine Zeit lang bei.
Ablauf der Sitzung
Vorbereitung
In der ausführlichen Untersuchung werden Ausmaß der Absenkung, Hautdicke und Fettverteilung beurteilt, danach werden Ein- und Austrittspunkte angezeichnet. Es wird lokal betäubt; Sie bleiben während der gesamten Behandlung wach.
Durchführung
Mit feinen Kanülen werden die Fäden in die passende Schicht unter der Haut eingebracht, das Gewebe wird behutsam entlang des Vektors angehoben und die Enden fixiert. Beide Seiten werden im Vergleich gearbeitet, um die Symmetrie zu wahren. Die Behandlung dauert 45 bis 60 Minuten.
Was danach zu erwarten ist
In den ersten Tagen sind Schwellung, Druckempfindlichkeit, ein leichtes Ziehen beim Kauen und Blutergüsse an den Einstichstellen üblich; sie klingen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Drei Wochen lang sollten Sie den Mund nicht weit öffnen, harte Speisen meiden und nicht auf dem Gesicht schlafen. Anfangs kann das Ergebnis straffer wirken und wird mit dem Setzen des Gewebes natürlicher.
Wann die Behandlung nicht infrage kommt
Nicht geeignet ist sie in Schwangerschaft und Stillzeit, bei aktiver Infektion im Behandlungsgebiet, bei nicht eingestelltem Diabetes oder Autoimmunerkrankungen, bei Gerinnungsstörungen, bei Neigung zu Keloiden sowie bei ausgeprägter Erschlaffung mit deutlichem Hautüberschuss. In diesem Fall informieren wir über chirurgische Optionen.
Erwartung und Verlaufskontrolle
Wie lange das Ergebnis eines Faden-Liftings trägt, hängt von Fadentyp, Anzahl der Vektoren, Hautqualität und Lebensgewohnheiten ab. Eine erneute Beurteilung erfolgt meist nach zwölf bis achtzehn Monaten. Die erste Kontrolle ist nach einem Monat vorgesehen; dabei werden Symmetrie, Heilung der Einstichstellen und das Setzen des Gewebes gemeinsam beurteilt. Anzahl und Typ der verwendeten Fäden werden dokumentiert. Rauchen und starke Sonnenexposition beeinflussen die Gewebequalität und können die Dauer des Ergebnisses verkürzen — auch das wird bei der Planung besprochen.
Die Entscheidung fällt nach einer persönlichen Untersuchung, in der das Ausmaß der Erschlaffung beurteilt wird.
Nachsorge
- Drei Wochen nicht auf dem Gesicht schlafen, höheres Kissen nutzen.
- Mund nicht weit öffnen, harte und zähe Speisen meiden.
- Zwei Wochen keine Gesichtsmassage, Kosmetik oder Druck durch Pinsel.
- Mindestens zwei Wochen kein Sport und keine Sauna.
- Einstichstellen sauber und trocken halten.
- Kontrolltermin nach einem Monat wahrnehmen.
Häufige Fragen zu dieser Behandlung
Nein. Das Faden-Lifting ist ein nicht-chirurgisches Verfahren für leichte bis mäßige Gewebeabsenkung. Bei deutlichem Hautüberschuss bringt es nicht den erwarteten Nutzen; dann informieren wir über chirurgische Optionen. Diese Abgrenzung besprechen wir in der Untersuchung klar.
Nein. Die Fäden sind resorbierbar — aus Polydioxanon, Poly-L-Milchsäure oder Polycaprolacton — und werden je nach Typ in etwa sechs bis achtzehn Monaten abgebaut. Das um sie entstandene Stützgewebe trägt danach noch eine Zeit lang bei.
Die meisten kehren am Folgetag in den Alltag zurück; leichte Schwellung, Druckempfindlichkeit und ein Ziehen beim Kauen können jedoch die erste Woche anhalten. Steht ein wichtiger Anlass bevor, planen Sie den Eingriff besser mindestens zwei Wochen vorher.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Die Behandlungsentscheidung erfolgt nach persönlicher Untersuchung.
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