Haarmesotherapie und PRP
Unterstützung des Follikelumfelds bei Haarausfall durch Vitamin-Peptid-Lösungen und plättchenreiches Plasma an der Kopfhaut.

- Behandlungsdauer
- 45 Minuten
- Sitzungen
- 4-6 seans · seans arası 2-4 hafta
Was ist das Ziel der Kopfhautbehandlungen?
Haarausfall hat selten eine einzige Ursache: genetische Veranlagung, hormonelle Veränderungen, Eisen- und Vitamin-D-Mangel, Schilddrüsenerkrankungen, Stress und bestimmte Medikamente spielen zusammen. Haarmesotherapie und PRP zielen darauf ab, das Umfeld der vorhandenen Follikel zu unterstützen. Bereits vollständig verschlossene Follikel bringen sie nicht zurück — realistische Erwartungen sind deshalb wichtig.
Unterschied der beiden Verfahren
Die Haarmesotherapie verwendet fertige Lösungen mit Biotin, Panthenol, Aminosäuren, Peptiden und Spurenelementen. Bei PRP wird plättchenreiches Plasma aus dem eigenen Blut eingesetzt. Beide lassen sich kombinieren oder im Wechsel planen.
Wie wirkt die Behandlung?
Die Mikroinjektionen in die Kopfhaut wirken zweifach: Sie unterstützen die Durchblutung um den Follikel und tragen über Wachstumsfaktoren dazu bei, den Follikel in seiner aktiven Wachstumsphase zu halten. Bei PRP zielen die aus den Thrombozyten freigesetzten Wachstumsfaktoren auf die Region der follikulären Stammzellen. Das Ansprechen ist individuell und hängt von Art und Dauer des Haarausfalls ab.
Ablauf der Sitzung
Beurteilung
Das Ausfallmuster wird beurteilt, bei Bedarf mit Dermatoskopie. Werte wie Ferritin, Schilddrüsenfunktion, Vitamin D und B12 können angefordert werden, denn ohne Korrektur solcher Mängel bleibt der Nutzen der Behandlung geringer.
Durchführung
Die Kopfhaut wird antiseptisch gereinigt, dann werden mit sehr feinen Nadeln Injektionen im Abstand von etwa einem Zentimeter gesetzt. Eine Sitzung dauert 20 bis 30 Minuten; mit PRP einschließlich Blutentnahme und Zentrifugation 40 bis 45 Minuten. Nach einer Serie von vier bis sechs Sitzungen folgt die Erhaltung meist alle drei bis sechs Monate.
Was danach zu erwarten ist
Empfindlichkeit und Rötung der Kopfhaut über einige Stunden sind normal. Am Behandlungstag sollte das Haar nicht gewaschen werden, am Folgetag sanft mit lauwarmem Wasser. Färben, chemische Behandlungen und streng zusammengebundene Frisuren sind 48 Stunden zu meiden. Beurteilbar wird das Ergebnis meist ab dem dritten Monat; eine Fotodokumentation ist empfehlenswert.
Wann die Behandlung nicht infrage kommt
Nicht behandelt wird bei aktiver Kopfhautinfektion, Ekzem oder Psoriasisschub, bei Blutungs- und Gerinnungsstörungen, bei niedriger Thrombozytenzahl (für PRP), während einer Krebstherapie sowie bei Allergie gegen Bestandteile der Lösung. In Schwangerschaft und Stillzeit wird sie nicht bevorzugt. Plötzlicher diffuser Haarausfall erfordert zuerst die Abklärung der Ursache.
Erwartung und Verlaufskontrolle
Veränderungen am Haar brauchen Zeit: Wegen des Haarzyklus werden neu nachwachsende Haare meist erst um den dritten Monat sichtbar. Deshalb entstehen bei der ersten Sitzung Fotos, die nach drei und sechs Monaten unter gleichen Bedingungen wiederholt werden. Sitzungstermine, verwendete Lösung und behandelte Areale werden dokumentiert. Nach der Anfangsserie sind Auffrischungen alle drei bis sechs Monate möglich. Wurde ein zugrunde liegender Mangel oder eine Erkrankung festgestellt, ist es nicht sinnvoll, allein mit Sitzungen fortzufahren — beide Wege laufen parallel.
Der Behandlungsplan entsteht nach einer persönlichen Beurteilung einschließlich Ihrer Laborwerte.
Nachsorge
- Am Behandlungstag die Haare nicht waschen.
- Am Folgetag sanft mit lauwarmem Wasser und mildem Shampoo waschen.
- 48 Stunden auf Färben, Dauerwelle und Keratinbehandlungen verzichten.
- 24 Stunden Sauna, Schwimmbad und intensiven Sport meiden.
- Haare nicht straff zusammenbinden.
- Verordnete Vitamin- und Mineralstoffpräparate regelmäßig einnehmen.
Häufige Fragen zu dieser Behandlung
Sie sollen das Umfeld vorhandener Follikel unterstützen; bereits verschlossene Follikel bringen sie nicht zurück. Wird die Ursache — Eisenmangel, Schilddrüse, hormonelle Faktoren — nicht abgeklärt und behandelt, bleibt das Ansprechen begrenzt. Diagnostik und Verlaufskontrolle gehören deshalb zum Plan.
Am Behandlungstag sollten Sie nicht waschen, am Folgetag dann mit lauwarmem Wasser und mildem Shampoo. In den ersten 48 Stunden bitte chemische Behandlungen wie Färben, Keratin oder Dauerwelle sowie straff gebundene Frisuren vermeiden.
Zu Beginn werden Fotos bei standardisiertem Winkel und Licht angefertigt, bei Bedarf ergänzt durch dermatoskopische Aufnahmen. Nach drei und sechs Monaten wird unter denselben Bedingungen erneut beurteilt — so wird die Veränderung anhand vergleichbarer Aufnahmen besprochen.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Die Behandlungsentscheidung erfolgt nach persönlicher Untersuchung.
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